Präambel

Zum Selbstverständnis der Kunststofftechnik


Die Aktivität des Kunststoff-Ingenieurs ist auf das Kunststofferzeugnis mit seinen spezifischen Anwendungsmerkmalen in seinem technischen Konzept gerichtet. In der Kunststofftechnik konzentrieren wir uns daher auf die Wechselwirkungen zwischen Werkstoff, Konstruktion und Verarbeitung, um hieraus Machbarkeit und Gebrauchseigenschaften abzuleiten. Dies geschieht in der Absicht, innovative Kunststoffprodukte umweltfreundlich und marktfähig technisch zu realisieren. Damit sind Inhalt kunststofftechnischer Tätigkeit nicht nur Bauteile und Halbzeuge aus Kunststoff, sondern auch die Generierung und Aufbereitung der Kunststoffe und die für die Herstellung sowie zur sinnvollen Weiterverwertung nach der Gebrauchsphase erforderlichen Maschinen, Verfahren und Entwicklungsprozesse.



Die Kunststofftechnik verwendet neben Erkenntnissen der Naturwissenschaften auch die Erfahrungssystematik, Intuition und die schöpferische Kraft des Ingenieurs, um zu technisch neuen und wirtschaftlich interessanten Lösungen zu kommen. Sie versteht sich als Summe der ingenieurmäßigen Kenntnisse und Fertigkeiten im Bereich der Werkstoffkunde der Kunststoffe, des Konstruierens mit Kunststoffen und der Kunststoffverarbeitung. Die Verbindung wissenschaftlicher Vorgehensweise und praktischer Umsetzung wird dabei als besondere Herausforderung gesehen. Der Wissenschaftliche Arbeitskreis Kunststofftechnik verfolgt das Ziel, die Kunststofftechnik auch in Zukunft als markanten Schwerpunkt deutscher Ingenieurstätigkeit zu erhalten und zu entwickeln.